Unsere Geschichte

Bernhard Hermes, Jahrgang 1904, gründete in den 1950er Jahren die Schreinerei Hermes an der Canisiusstraße 54 in Altenrheine. Unternehmensschwerpunkt war zu dieser Zeit die klassische Bautischlerei.

In den 1970er Jahren übernahm der Sohn des Firmengründers, der Tischlermeister Hubert Hermes, zunehmend die Verantwortung im Betrieb. Zu den Kernaufgaben zählte seinerzeit die Bautischlerei und der Rolladenbau.

Gemeinsam mit seiner Frau Hedwig beschloss Hubert Hermes die Erweiterung des Betätigungsfeldes auf das Gebiet der Bestattungsdienstleistungen. Somit wurde 1983 unter dem Dach der Schreinerei Hermes die „Bestattungen Hubert Hermes“ gegründet.

Historisch und bestattungskulturell betrachtet, war dieser Schritt nicht ungewöhnlich, sondern sogar naheliegend. Wie viele andere Tischlereien und Schreinereien dieser Zeit wurde die Schreinerei Hermes damit zu einem sogenannten „Auch“-Bestatter. Das hieß, der Tätigkeitsschwerpunkt lag im Schreinerhandwerk, es wurden aber „auch“ Arbeiten und Dienstleistungen eines Bestatters durchgeführt. Üblicher Weise rührte diese Entwicklung daher, dass zu den traditionellen Aufgaben einer örtlichen Schreinerei auch die Sargtischlerei zählte.

Das Ehepaar Hubert und Hedwig Hermes hatte es sich zur Aufgabe gemacht, trauernden Menschen in den schwersten Stunden hilfreich zur Seite zu stehen. Dazu zählte neben der Organisation von Trauerfeiern und Beerdigungen auch die Begleitung der Angehörigen über den eigentlichen Ritus der Bestattung hinaus.

Der tragische Unfalltod von Hubert im Jahre 1990 war ein jäher und prägender Einschnitt für die Familie Hermes und das gemeinsame Unternehmen. Auf sich allein gestellt und der Verantwortung für ihre beiden Kinder, aber auch für die Mitarbeiter bewusst, beschloss Hedwig Hermes die Aufgabe anzunehmen und sowohl die Schreinerei als auch das Bestattungshaus weiterzuführen. Mit viel Engagement und der ihr eigenen Herzlichkeit, die sich trotz aller Umstände bewahrt hat, gelang es ihr das Familienunternehmen Hermes die folgenden 2 Jahrzehnte erfolgreich zu leiten. Vor allem das Bestattungshaus entwickelte sich unter Hedwig Hermes stetig weiter und wurde immer mehr zum Unternehmensschwerpunkt.

Anfang des Jahres 2010 beschloss Hedwig Hermes sich schrittweise in den wohlverdienten Ruhestand zurückzuziehen und die Verantwortung für den Betrieb unter dem Dach der Bestattungshilfe GmbH in jüngere Hände zu geben. Auch in den folgenden Jahren blieb sie jedoch ihrer Passion treu, war weiterhin vertraute Ansprechpartnerin und begleitete und unterstütze nach wie vor Angehörige in den schwersten Stunden.

Durch die Kooperation mit der Bestattungshilfe GmbH und dem Bestattungsinstitut Lüttmann verfügt das Bestattungshaus Hermes an der Osnabrücker Straße 155 seit Oktober 2013 über hauseigene, moderne und klimatisierte Aufbahrungsräume, eine große, lichtdurchflutete Sarg- und Urnenausstellung sowie umfangreich ausgestattete Hygieneräume, um den Ansprüchen der Kunden gerade in Zeiten einer sich stetig wandelnden Bestattungskultur gerecht zu werden.

Nach vier Jahrzehnten voller Engagement im Dienst der Hinterbliebenen hat sich Hedwig Hermes 2022 gesundheitsbedingt in den Ruhestand verabschiedet. Die Hermes Bestattungshilfe wird jedoch durch die Mitarbeiter in ihrem Sinn weitergeführt. Das Erfolgsrezept setzt sich aus Konstanz, Ehrlichkeit, Offenheit, Kundenorientierung und Leistungswille zusammen. Die oberste Priorität hat dabei seit jeher Menschlichkeit, Würde und Pietät - und dies 24 Stunden am Tag.